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Markus und der Botanische Garten Bonn

In einer Stadt zieht es Menschen ganz oft dahin, wo es grün ist. Wo man den Gebäuden entkommen und ein bisschen frische Luft schnappen kann. Das schöne an Bonn ist, dass es sehr viel Grün gibt, da hier im Gegensatz zu vielen anderen Städten nicht alles zugebaut ist. Da gibt es z.B. die Rheinpromenaden, die Hofgartenwiese, den Alten Zoll, das Annaberger Feld, die Rheinaue, die Waldau, das Messdorfer Feld und natürlich den Botanischen Garten. Markus‘ Lieblingsort. Mitten am Poppelsdorfer Schloss, bestimmt jedem Bonner ein Begriff. Aber wie oft nutzt man wirklich mal die Möglichkeit, diese kleine Oase zu besuchen und auszuspannen? Für meinen Teil gilt: Viel zu selten. Als Mitglied im Freundeskreis der Botanischen Gärten hat Markus eine Jahreskarte und ist deshalb oft im Garten zu Besuch. Früher war er hier immer mit seiner Familie unterwegs. Hat die Kinderwagen entlang des Weihers geschoben und die schönen hohen Bäume genossen. Heute sind seine Kinder zwar größer, die Anziehungskraft dieses Ortes ist jedoch nicht kleiner geworden.

Die Botanischen Gärten (denn zusammen mit dem Nutzgarten und dem Melbgarten auf dem Venusberg sind es eigentlich drei) zählen in Deutschland zu den ältesten – die Ursprünge reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Sie werden von der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität betrieben und haben Lehre, Forschung und Artenerhalt zum Ziel. Mit 11.000 Pflanzenarten bieten sie den jährlich 140.000 Besuchern viel Anschauungsmaterial. Die wohl bekannteste Pflanze dürfte die Titanenwurz sein. Ein riesiges blühendes Etwas, das wie Aas stinken soll. Ich lebe zwar inzwischen schon einige Jahre in Bonn, hab’s aber zur Blüte noch nie ins Gewächshaus geschafft. Dieses Jahr steht das aber ganz oben auf meiner To-Do-Liste. 2012 gab es sogar 2 Blüten und in den letzten Jahre blühte die Wurz immer im Juni. Vielleicht hab ich ja dieses Jahr eine Chance. 2013 war die Blüte unglaubliche 290 cm hoch und wog 80 kg! Hier gibt es ganz unten eine Zeitrafferaufnahme von dem Monstrum.

Aber ganz unabhängig von Zahlen und Fakten ist der Botanische Garten Bonn einfach wunderschön. Da es mir in feuchtwarmer Luft immer nicht so gut geht, bin ich aber lieber außerhalb der Gewächshäuser. Mit Markus bin ich zum ersten mal die ganze Fläche abgelaufen und hab mir all seine Lieblingspflanzen zeigen lassen. An diesem späten Nachmittag im September genossen wir das magische Licht und die schöne Luft, schauten uns faszinierendes Wurzelwerk an und scherzten darüber, dass ihm gerade Blumen im Vordergrund eines Fotos besonders gut standen.

Hier wie immer die Outtakes 🙂 Die eigentlichen Projektbilder gibt es im November zur Ausstellung.

Gesichter Bonns, Portrait, Bonn, Mann, Botanischer Garten Bonn, Poppelsdorf

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