Blog, Hinter den Kulissen, Referenzen
Kommentare 2

Gesichter Bonns stellen sich im Haus der Springmaus vor

Bereits vor einigen Monaten hat mich die Caritas Bonn gefragt, ob ich Lust hätte, bei ihrer Auftaktveranstaltung zur Kampagne „vielfalt. viel wert.“ im Haus der Springmaus mein Projekt Gesichter Bonns vorzustellen. Ich finde diese Kampagne super, die versucht über kulturelle Aktionen Berührungsängste zwischen Menschen abzubauen. Dabei möchte das Team zeigen, dass es einfach schön ist, dass wir alle verschieden sind. Egal ob wir verschiedene Heimatländer haben, unterschiedlichen sozialen Schichten angehören oder einfach einen anderen Lebensentwurf haben, als vielleicht die Mehrheit. Wir alle tragen zu dieser Vielfalt bei und das „Andere“ muss uns keine Angst machen, sondern sollte unsere Neugier wecken.

Da das auch die Idee meines Projektes ist, habe ich natürlich gleich ja gesagt. In dem Moment hatte ich aber ganz verdrängt, dass ich dann vor vielen Menschen auf einer Bühne stehen und reden muss. Vor Menschen, die ich nicht kenne. Dabei werde ich bei Vorträgen doch immer rot. Inzwischen habe ich mich zwar fast daran gewöhnt ab und an mal vor einer Kamera zu stehen und kluge Worte in ein Mikrofon zu sagen, da durch Christian hier die Berührungsängste abgebaut wurden. Aber live auf einer Bühne zu stehen, ist ganz etwas anderes. Das ist realer. Man sieht die Menschen zu denen man spricht und nicht nur das Mirko vor der Nase. Ich konnte mir garnicht vorstellen wie viele Menschen an diesem Abend wirklich den Weg in die Springmaus finden würden. Über Facebook hatte ich zwar fleißig Werbung gemacht, weil ich es schön finde die bisherigen Teilnehmer des Projektes immer mal wieder zu treffen, aber was mich an diesem Abend kurz vor 19 Uhr bereits vor dem Saal erwartete, hat mich dann doch sehr überrascht. Ich glaube in den Saal passen ca. 250 Menschen, als ich ankam, hatte ich das Gefühl, da stehen schon mindestens 200. Und alle paar Sekunden sprach mich jemand an. Da waren sie: Meine Gesichter Bonns. Wirklich gekommen! Ich habe im Verlaufe dieses Abends bestimmt 30 Gesichter Bonns, Freunde oder Bekannte gezählt! Das war ein sehr schönes Gefühl, dass mich fast meine Nervosität vergessen lies. Oder diese auf eine andere Art und Weise ein wenig steigerte. Denn jetzt wusste ich sogar noch, wer mich gleich neugierig anschauen würde. Und ich wollte keinen dieser lieben Menschen enttäuschen.

Das Programm für den Abend war sehr abwechslungsreich und vielseitig, so dass ich den ganzen Abend nur schwer zusammenfassen kann. Für die Neugierigen gibt es im General Anzeiger einen Rückblick auf die gesamte Veranstaltung.

Damit sich meine Aufregung im Verlaufe des Abends noch steigern konnte, war der Part zu Gesichter Bonns erst nach der Pause dran. Für diesen Abend hatte ich mir tatkräftige Unterstützung besorgt. Zwei der Gesichter Bonns hatten sich bereit erklärt mit mir auf der Bühne zu stehen und dem Moderator Fragen über sich und zum Projekt zu beantworten. Ich fand die Kombination aus Andy und Deborah einfach großartig. Zudem haben beide eine tolle Bühnenpräsenz und sind sehr schlagfertig 🙂 Ach… Moderator! Der Schauspieler Hanno Friedrich, den ich vor einigen Monaten kennenlernen und fürs Projekt fotografieren durfte, hat den Part von Gesichter Bonns moderiert. Ganz großes Kino! Und das an seinem Geburtstag! Unglaublich netter Typ, wie ich finde!

Unser Programmpunkt startete mit einem kleinen Video zum Projekt, das Christian extra für diesen Abend gebaut hat. Wir hatten den Film inzwischen selbst so oft gesehen, dass wir gar kein Gefühl mehr dafür hatten, wie der wohl ankommen könnte. Bei einem Blick an den Nachbartisch zu meiner lieben Freundin Nina, wurde mir aber klar, dass er seine Wirkung nicht verfehlt hat.

Danach bat Hanno Deborah und Andy auf die Bühne und unterhielt sich mit den beiden. Ich glaube die Drei hatten Spaß zusammen. Auf eine schöne Art haben sie gezeigt, wozu das Projekt da ist: Menschen zusammen zu führen, die sich unglaublich stark unterschieden aber einfach toll ergänzen. Irgendwie finde ich es schade, dass die Drei nicht zusammen etwas gesungen haben. Ich glaube die Kombination aus Deborah und Andy hätte ein schönes Duett aus Jazz und Heavy Metal gegeben. Vielleicht hätte ja Hanno noch dazu getanzt? Hach.. fürs nächste Mal, merk ich mir das als Programmpunkt 😉

Als ich die Drei da so stehen sah, war irgendwie meine ganze Aufregung weg und mir zitterten nicht mehr die Knie als ich hoch auf die Bühne ging. Das Interview verlief dann eher wie ein Gespräch unter Freunden und mir fiel es ganz leicht das Projekt zu beschreiben. Jonas von der Caritas, der mich in den nächsten Monaten noch tatkräftig beim Projekt unterstützen wird (später dazu mehr) erzählte dann noch seine künftige Rolle bei der Organisation der Ausstellung. Als es im Anschluss ordentlich Applaus gab, war ich ganz stolz auf meine Gesichter und mich 🙂

Ab da war die Veranstaltung irgendwie unglaublich schnell vorbei und ich hab es gar nicht mehr geschafft, mich bei allen lieben Bekannten zu bedanken. Denn es dauerte eine Weile bis ich aus dem Saal raus kam, da ich noch viele spannende Gespräche mit Zuschauern führte. Die führten wir dann draußen am Tresen noch fort und stießen natürlich auf Hannos Geburtstag an. Das am Tresen stehen ermöglichte uns dann auch noch mit der Sängerin Markeda zu sprechen, die an diesem Abend mit dem großartigen Gitarristen Süleyman Akkas auf der Bühne stand. Ich hoffe, Markeda wird auch noch eines der Gesichter Bonns. Eigentlich wollte ich ihr schon lange eine Mail schreiben, umso schöner, sie einmal persönlich kennen zu lernen.

An diesem Abend fiel mir das Einschlafen unglaublich schwer, ich war total aufgekratzt. Ich glaube, das liegt einfach nur an all den lieben Menschen, die ich durch das Projekt schon kennenlernen durfte. Viele, vielen Dank, dass so viele von euch da waren! Das hat mich sehr berührt!

P.S.: Unterstützt Hanno doch bei seinem Kurzfilm-Projekt. Schaut mal bei startnext vorbei . Die Finanzierungspahse ist fast vorbei und eine kleine Spende lohnt sich! 🙂

Deborah und Michéle, von der ich euch hier schonmal berichtet habe, treten mit ihrem Bonner Jazz Chor am 05.10 im Pantheon auf.

Und Andy hat mit seinen Bands auch schon den ein oder anderen Song aufgenommen. Auch hier lohnt sich ein Besuch. 😉


Du magst, was du hier liest? Dann teil den Text bitte in den sozialen Medien – und folge mir auf  Twitter und Facebook 🙂

2 Kommentare

  1. Pingback: Endlich allein - der-mack.deder-mack.de

  2. Pingback: Gesichter Bonns: Multikulturelles Bonn - Gesichter Bonns

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.